Marken auf der Messeplattform – eigenes Profil statt Gratis-Eintrag
Teilweise erlauben Messen ihren Ausstellern Marken kostenlos ins Ausstellerverzeichnis einzutragen. Auf einer Messeplattform, die Reichweite und Leads generiert, ist das verschenkter Umsatz. Unsere Empfehlung: Marken werden wie Mitaussteller behandelt – mit eigenem, kostenpflichtigem Profil.
Die Frage erreicht uns regelmässig, wenn eine Messe neu auf Conteo startet oder ihre Anmeldeunterlagen überarbeitet: «Unsere Aussteller dürfen heute bis zu X Marken kostenlos mit anmelden. Die erscheinen dann auch im Ausstellerverzeichnis. Wie bilden wir das künftig auf der Plattform ab?»
Die Antwort beginnt mit einem Blick darauf, was ein Profil auf der Plattform eigentlich ist.
Ein Profil ist Reichweite – genauso wie Quadratmeter vor Ort
Der physische Stand gibt einem Aussteller Reichweite vor Ort. Je mehr Budget er einsetzt, umso mehr Quadratmeter erhält er und umso präsenter ist er auf der Messe. Die Plattform funktioniert nach der gleichen Logik: Ein Profil und eine gewisse Anzahl Beiträge geben dem Aussteller Reichweite online – in der Suche, im Messeberater, in den personalisierten Updates an die Besuchenden, etc.
Ein zusätzliches Markenprofil ist deshalb kein Verzeichniseintrag, sondern ein zweiter Online-Auftritt: Es generiert eigene Reichweite und eigene Leads. Was Reichweite generiert, sollte nicht verschenkt werden.
Unsere Empfehlung: Marken wie Mitaussteller behandeln
Auf praktisch allen Messen auf Conteo gilt dieselbe Regel: Wer ein weiteres Profil möchte, meldet einen Mitaussteller an. Der Aussteller bezahlt dafür den Grundeintrag ein zweites Mal und erhält im Gegenzug einen vollwertigen zweiten Auftritt auf der Plattform – mit eigenem Profil, eigenen Beiträgen und eigenen Leads.
Für Marken empfehlen wir exakt diesen Mechanismus. Eine Marke, die eigenständig auftreten soll, wird als Mitaussteller angemeldet. Das ist für Aussteller nachvollziehbar, weil sie diese Logik von anderen Messen bereits kennen, und es macht aus einem bisherigen Gratis-Eintrag einen attraktiven Zusatzumsatz. Auf gewissen Messen ist der Mitaussteller-Marketingbeitrag heute ein relevanter Umsatzposten.
Die Alternative: Marken im eigenen Profil präsentieren
Nicht jeder Aussteller ist bereit, für zusätzliche Profile zu bezahlen. Das ist in Ordnung – auf einem kleinen Stand kann ein Aussteller ebenfalls viele Dinge zeigen, sie kommen einfach weniger zur Geltung. Genauso auf der Plattform: Marken lassen sich im bestehenden Profil des Ausstellers unterbringen. Konkret bieten sich drei Stellen an:
- Beschreibung: Marken werden namentlich genannt und beschrieben; hier können auch die Markenlogos platziert werden.
- Teaser: Die wichtigsten Marken erscheinen bereits in der Kurzbeschreibung, die in Listen und Suchresultaten sichtbar ist.
- Titel: Wer eine Marke besonders prominent zeigen will, nimmt sie direkt in den Profiltitel auf – zum Beispiel «Muster AG | Marke X, Marke Y».
Der wesentliche Punkt: Was im Profil steht, wird von der Suche und vom KI-Messeberater gefunden. Ein Besucher, der nach einer Marke sucht, landet beim Aussteller – auch ohne eigenes Markenprofil. Der Aussteller verliert also keine Auffindbarkeit, sondern nur die zusätzliche Reichweite und die separate Lead-Erfassung, die ein eigenes Profil bringen würde.
Formulierungsvorschlag für die Anmeldeunterlagen
Damit die Regel im Prebooking und in der Ausstelleranmeldung nicht erklärt werden muss, empfehlen wir eine kurze, aktive Formulierung – analog zur Paketauswahl:
Marken auf der Messeplattform
Ihre Marken können Sie in Ihrem Ausstellerprofil in Beschreibung, Teaser und Titel aufführen. Sie werden so von der Suche und vom Messeberater gefunden.
Soll eine Marke mit einem eigenen Auftritt auf der Plattform in Szene gesetzt werden – mit eigenem Profil, eigenen Beiträgen und eigener Lead-Auswertung –, melden Sie diese als Mitaussteller an (XXXX CHF/EUR pro Marke).
☐ Wir melden folgende Marken als Mitaussteller an: ____________
☐ Wir präsentieren unsere Marken in unserem Ausstellerprofil.
Zwei Details sind in dieser Formulierung bewusst gesetzt:
- Das eigene Profil wird zuerst als Mehrwert beschrieben (Beiträge, Leads), nicht als Preis. Der Aussteller soll verstehen, was er mit dem zweiten Auftritt gewinnt.
- Beide Optionen sind eine aktive Wahl. Wer die Marken im eigenen Profil präsentiert, hat sich bewusst dafür entschieden – und kann später im Conteo Publisher jederzeit auf ein eigenes Markenprofil upgraden.
Was das für die Umstellung bedeutet
Messen, die bisher Gratis-Markeneinträge angeboten haben, brauchen für die Umstellung ein kurzes Argument gegenüber den Ausstellern. Es ist dasselbe wie bei der Plattform insgesamt: Der bisherige Eintrag war ein Listeneintrag ohne Inhalt dahinter. Das neue Profil ist ein Auftritt mit Reichweite, Beiträgen und Leads – und der Conteo Assistant erstellt die Beiträge dafür auf Basis bestehender Texte oder URLs praktisch ohne Aufwand.